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Beratung

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Die Beratung an sich zählt per se nicht zu den ureigensten Beschäftigungsfeldern von Biowissenschaftlern. Denn in der Regel benötigt man hierzu ein besonderes Persönlichkeitsprofil und in einigen Fällen auch noch ein Zusatzsstudium bzw. eine Zusatzausbildung oder mehrere Jahre praktische Erfahrung als Biowissenschaftler. Im Folgenden unterteilen wir den Komplex der Beratung in drei Unterbereiche:

1. Unternehmensberatung

2. Juristische Beratung

3. Personalberatung

Bei allen drei Bereichen der Beratung spielt neben den formellen Vorraussetzungen die Persönlichkeit eine herausragende Rolle. Als Berater sollte man über ein hohes Maß an sozialer Kompetenz verfügen, gute kommunikative Eigenschaften besitzen, in der Lage sein mit allen Hierarchieebenen ansprechend zu kommunizieren und nicht zuletzt auch gewillt sein Akquise zu betreiben. Denn egal ob angestellter Berater oder in der Selbständigkeit, wo kein Kunde ist wird auch keine Beratung benötigt. Daher hilft auch nicht die beste beratersiche Kompetent und die tollsten sozialen Kompetenzen, wenn man keine Kunden hat. Darüber sollte man sich klar sein, bevor man einen Schritt in diese Richtung wagt.

Warum haben die Unternehmensberatungen die Biowissenschaftler als potentielle Mitarbeiter zu schätzen gelernt? Wo doch die Beratung gemeinhin eine Domäne der Betriebswirte und allenfalls der Juristen war? Naturwissenschaftlern fehlten doch die fundierte kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. Naturwissenschaftler gelten als hervorragende Analytiker, haben durch Ihre zumeist langjährige Ausbildung gezeigt, daß Sie über Durchhaltevermögen verfügen und sie bringen darüber hinaus noch den prestigeträchtigen Doktortitel mit.

Das nötige Rüstzeug für die Beratung erhalten SIe in einem mehrwöchigem Crashkurs. Wer sich für diesen Weg interessiert sollte sich darüber klar werden, daß der Berufseinstieg in einer renommierten Unternehmensberatung die Karriereperspektiven stark vergrößert, die Verdienstmöglichkeiten sind enorm gut, aber man sollte bereit sein Entbehrlichkeiten in Kauf zu nehmen. Die Arbeitstage sind häufig sehr lang und die wenigsten Kundenprojektesind direkt vor der Haustür, sondern zumeist in einer fremden Stadt oder gar im Ausland.

Unternehmensberatung

Die Unternehmensberatung hat abhängig von konjunkturellen Zyklen auch immer schon Höhe- und Tiefpunkte gehabt. Die Berater selbst sagen, man brauche sie in guten wie in schlechten Zeiten: in schlechten um wieder besser zu werden und in guten um nicht erst schlecht zu werden in der Performance. Es gibt verschiedenste Formen der Unternehmensberatung, die alle gemein haben, daß Sie Probleme und Schwachstellen aufdecken und optimieren sollen. Angefangen von der Beratung im Bereich Strategie über Marketing, Umweltmanagement, Qualitätsmanagement, Technik und Logsitik bis hin zur Produktion. Alle unternehmerischen Bereiche sind Thema der Unternehmensberater, wenn die Geschäftsführung das Gefühl hat mit internen Mittteln kein Verbesserung erzielen zu können und man glaubt mit externen Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen erwirken zu können.

Personalberatung

Der Einstieg in einer Personalberatung bietet sich entweder direkt nach dem Studium an oder nach mehreren Jahren Berufserfahrung. Der direkte Einstieg in einer Personalberatung nach dem Studium erfolgt in der Regel über den Research, wo man sich  ausschließlich um Marktanalysen und Kandidatenidentifikation im Rahmen von Direktanspracheprojekten kümmert.

Die Karriere aus dem Resaerch heraus fällt nicht jedem leicht, denn der nächste Schritt ist das Abwickeln von eigenen Projekten, wo man plötzlich Führungskräfte interviewt, die über mehrere Jahre Berufserfahrung in einem Feld verfügen das man selber nur vom Hörensagen ohne praktischen Hintergrund kennt. Daher ist der sinnvollere Weg des Eistiegs in die Personalberatung nach einigen Jahren praktischer Erfahrung , idealerweise in einer Führungsaufgabe. Dann ist die Akzeptanz auf der Kunden- und Kandidatenseite deutlich größer.Doch auch hier zählt: Karriere macht derjenige, der ein guter "Verkäufer" bzw. Akquisiteur ist und die meisten Aufträge an Land zieht.

Juristische Beratung

Hier bietet sich, ohne zusätzlich ein juristisches Studium absolvieren zu müssen, der Weg zum Patentanwalt für Naturwissenschaftler an. Nach einer zweijährigen Ausbildungszeit in einer Patentanwaltskanzelei oder der Patentabteilung eines großen Unternehmens, absolviert man das sogeannte "Amtsjahr". In dieser Zeit ist man für vier Monate dem duetschen PAtent- und MArkenamt in München, für vier Monate dem Bundespatentgericht sowie für zwei Monate einer Patentstreitkammer eines Landgerichts zugeordnet. Im Anschluß legt man die deutsche Patentanwaltsprüfung sowie die Prüfung zum Vertreter vor dem Europäischen Patentamt ab. Patentanwälte sind Berater und Vertreter auf allen Gebieten des gewerblichen Rechtsschutzes. Hierunter fallen insbesondere der Schutz von Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Die Verdienstmöglichkeiten sind hervorragend, es ist ein freier Beruf, aber man muß den Willen zu ständiger Weiterbildung mitbringen.

 

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